Eichenau Fall Open – hochklassiges Herbst-Tennis

Geschrieben von Thomas Dobler und Benjamin Classen:

Tag 1

Der erste Tag verlief für die Eichenauer Spieler insgesamt erfolgreich. Benny konnte sich im Endeffekt ungefährdet gegen LK 8 mit 6:1 und 6:3 durchsetzen. Er trifft nun auf den topgesetzten Ludwig Holleis, den er im vergangenen Jahr bereits an den Rand der Niederlage brachte. Luis musste gegen einen Spieler, der früher LK 5 war, etwas mehr kämpfen, brachte die Partie aber auch in zwei Sätzen mit 7:5 und 6:3 nach Hause. Auf ihn wartet nun Philip Gruzman, an Position 3 gesetzt. Leo, der jüngste Teilnehmer aus Eichenau, musste gegen den 10 LKs besser eingestuften Gegner leider Lehrgeld bezahlen, aber für die Zukunft kann diese Partie nur positive Erfahrungen bringen.

In der unteren Hälfte musste Dani leider krankheitsbedingt absagen, die beiden anderen Eichenauer konnten sich aber im Match-Tiebreak durchsetzen. Andi gewann 6:1 2:6 10:4 und wird nun den zweitgesetzten Lukas Piotrowski herausfordern. Eine mentale Meisterleistung vollbrachte Philipp, der einen 3:8-Rückstand im Match-Tiebreak in ein 10:8 umwandelte. Somit sind noch 4 Eichenauer unter den besten 16 Spielern, morgen werden dann auch die Herren 40 ihr Turnier beginnen.

Tag 2

Der zweite Turniertag war gleichbedeutend mit dem Aus der meisten Eichenauer Spieler. Benny konnte nicht sein absolut bestes Tennis abrufen und verlor dadurch recht glatt in der zweiten Runde gegen den Topgesetzten mit 1:6 und 4:6. Dieser musste sich dan jedoch auch direkt verabschieden, gewann sogar nur drei Spiele gegen Tobias Brutscher.

Luis profitierte zunächst von der Absage seines drittgesetzten Gegners, blieb dann jedoch beim 2:6 und 3:6 gegen den aus dem Ausland zurückgekehrten und inzwischen deutlich stärker spielenden Lucas Poock ebenfalls wehrlos.

Philipp musste gegen Dean Thurner antreten, an Position 6 gesetzt. Im ersten Satz servierte er sowohl bei 5:4 als auch bei 6:5 zum Gewinn des Durchgangs, musste sich dann aber im Tiebreak geschlagen geben und konnte auch im zweiten Satz, durch die Folgen einer im Urlaub erlittenen Krankheit zusätzlich geschwächt, keine weitere Gegenwehr leisten.

Andi sorgte zunächst für die positivste Nachricht für den TCE. Er demolierte den zweitgesetzten Lukas Piotrowski förmlich und ließ ihm beim 6:1 6:1 keine Chance. Nachdem unsere Herren im Sommer äußerst unglücklich und kontrovers gegen Gräfelfing verloren hatten, war es eine besonders süße Revanche für den Kapitän. Anschließend ging es gegen den zweiten Thurner (Noah). Hier war jedoch Endstation, sodass es im Halbfinale zum Brüderduell kommen wird.

Bei den Herren 40 waren vier Eichenauer am Start, bei denen sich außer Ulf Henke alle in das Viertelfinale spielen konnten. Und auch für Ulf wäre sicherlich mehr drin gewesen.

Dann wurde das Niveau aber insbesondere für Dennis Jüttner noch einmal angezogen, er musste gegen den topgesetzten Sieger der Eichenau Indoors, Michael Austen, antreten. Dieser hat bereits mehrere Spieler unserer starken H40-Mannschaft geschlagen, und auch Dennis musste ihm beim 1:6 3:6 den Vortritt lassen.

Die beiden anderen Eichenauer, Thomas Dobler und Thomas Hechtl, traten zum bereits vierten Mal in den vergangenen 12 Monaten gegeneinander an. Auch dieses Mal war es spannend, aber nur im ersten Satz. Diesen gewann der erstgenannte Thomas im Tiebreak. Der Tiebreak aber hatte es in sich: Zunächst konnte Thomas H., der bereits einen 2:5-Rückstand im Satz aufholte, einen 6:2-Vorsprung und vier Satzbälle erspielen. Diese ließ er aber ungenutzt und die Spannung steigerte sich bis zum 11:11. Dann gelangen Thomas D. zwei Punkte in Folge und er ließ seinem Gegner im Anschluss gar kein Spiel mehr.

Als letzte Hoffnung des TCE auf eine Podestplatzierung wird er morgen um 10 Uhr gegen den zweitgesetzten Gerhard Hemm antreten. Dies wird definitiv eine andere Hausnummer, zuzutrauen ist Thomas die Überraschung aber sicherlich.

Tag 3

Am Sonntag ging es dann ans Eingemachte. Doch für unseren einzigen Halbfinalisten, Thomas Dobler, war es leider schon wieder vorbei, bevor es richtig losgehen konnte. Gerhard Hemm spielte unfassbar konstantes und präzises Tennis, das war von ihm allerdings auch zu erwarten, schließlich spielt er in der Landesliga an Position eins. Im anderen Halbfinale der Herren 40 setzte sich ebenfalls der Favorit Michael Austen durch. Dieser war im Finale jedoch vom Pech verfolgt, beim Stand von 4:6 musste er verletzungsbedingt aufgeben. Dennoch Glückwunsch an Gerhard, der nun nach den Eichenau Open zum zweiten Mal triumphieren konnte.

Auch bei den Herren wurden natürlich die Halbfinals gespielt, in denen kurioserweise der älteste Teilnehmer gerade einmal 17 Jahre alt war. Besonders interessant war natürlich das Match zwischen den Thurner-Zwillingen Dean und Noah. Doch gleich beim Stand von 1:0 wurden sie durch den Regen gezwungen, in die Halle auszuweichen. Wie zu erwarten war, waren die beiden absolut gleichauf, am Ende konnte Andi-Maier-Bezwinger Noah allerdings mit einem 10:8-Erfolg im Match-Tiebreak den Sieg davontragen. Ähnlich dramatisch verlief das andere Halbfinale, auch wenn es lange nicht danach aussah. Lucas Poock lag schon mit 6:3 3:1 in Front, dann ereilte in eine Verletzung, die ihn stark einschränkte. Seinem Gegner Tobias Brutscher gab dies spürbar neuen Aufwind, seine extreme Kämpfernatur, die auch vor grenzwertigen Psychotricks nicht halt machte, bescherte ihm den zweiten Satz. Auch im Match-Tiebreak hatte er lange die Nase vorn und lag bei seiner 9:7-Führung schon wie der sichere Sieger aus. Seine beiden Matchbälle konnte er allerdings nicht verwerten und so holte sich Lucas Poock doch noch den Sieg.

Das Finale wurde dann wieder draußen ausgetragen, passend dazu zeigte sich auch die Sonne wieder. Der erste Satz zwischen den beiden Finalisten Noah Thurner und Lucas Poock war sehr von ihren starken Aufschlägen geprägt, Breaks waren eine Seltenheit. Beim Stand von 5:4 konnte sich Noah dennoch mehrere Satzbälle erspielen, die er aber ungenutzt ließ, und so kam es erwartungsgemäß zum Tiebreak, den Lucas für sich entscheiden konnte. Der zweite Durchgang war im Großen und Ganzen eine Kopie des ersten. Wieder musste der Tiebreak für die Entscheidung sorgen, wieder hatte Lucas die Nase vorn. 7:6 7:6 hieß es also am Ende für den verdienten Turniersieger Lucas Poock, der die Zuschauer besonders mit einer krachenden Vorhand und einem ähnlich starken Aufschlag begeistern konnte. Herzlichen Glückwunsch!