Der Grundstein ist gelegt

Nach dem überraschend klaren Auftaktsieg gegen Unterzeitlbach wartete nun mit dem TC Puchheim die eventuell größte Hürde im Kampf um den Aufstieg auf uns. Natürlich hatte das Duell der Lokalrivalen auch eine enorme Prestigequalität, zumal manche Puchheimer bereits vor der Saison hatten verlauten lassen, dass wir gegen sie kein Land sehen würden.

Begründet sahen sie diese selbstbewusste Annahme wohl vor allen Dingen in ihrem Neuzugang Dario Racic (LK 2), der nun an Position eins spielt und bei den Bayerischen Meisterschaften seine Qualitäten unter Beweis stellen konnte, wo er das Viertelfinale erreichte. Gegen ihn musste also Peter Brandersky antreten, unser Einser, der sich zwar in der BK 1 auch vor niemandem verstecken muss, aber dennoch der klare Außenseiter war. Dementprechend war Peter im ersten Satz auch recht chancenlos und unterlag schnell mit 2:6. Anschließend kam er jedoch immer besser ins Spiel und hatte am Anfang des zweiten Durchgangs auch selber Chancen mit 3:1 in Führung zu gehen. Er konnte sie leider nicht nutzen und gegen Ende machte sich die herausragende Physis des jungen Bosniers immer bemerkbarer, sodass Peter schließlich den zweiten Satz mit 4:6 abgab.

Zum Glück sah es für die anderen Eichenauer schon besser aus. Benni Classen gewann an Position zwei ganz souverän mit 6:0 und 6:2; sein Gegner Patrick Götz (LK 7) schaffte es nur in kurzen Abschnitten, seine Fehlerquote gering zu halten. Ähnlich sah das Spiel bei unserem Neuzugang Hendrik Kalarus (LK 7) an drei aus. Er führte seinen Gegner Sebsatian Wichert (LK 7) mit seinem variablem Spiel regelrecht vor und gab am Ende nur ein Spiel ab. Das gleiche Bild bot sich beim Match des Andi Maier an vier. Er musste nicht mal mehr an seine Grenzen gehen, um Alexander Georg (LK 8) eine Brille zu verpassen. Auch das Geburtstagskind Daniel Classen an sechs hatte mit seinem Gegner Maurice Lingenfelder (LK 16) keine Probleme und verlor nur ein Spiel. Den vom Einser abgesehen stärksten Gegner hatte Luis Kleinschnitz an fünf erwischt. Das Spiel seines Kontrahenten Sven Hoenen (LK 10), der nur aufgrund einer langen Matchpause an so niedriger Position spielt, zeichnete sich vor allem durch die überragende Fitness, eine hohe Sicherheit und überraschend schnelle Schläge aus. So lag Luis recht bald mit 2:5 zurück, konnte sich allerdings wieder hineinfighten und auf 5:5 stellen. Er bekam sogar noch eine Breakchance zum 6:5, konnte diese allerdings nicht nutzen und verlor auch sein eigenes Aufschlagsspiel zum 5:7. Anschließend wechselte das Momentum allerdings wieder, Luis ging im zweiten Satz mit 4:1 in Führung. Wie spiegelverkehrt zum ersten Satz konnte der Gegner noch auf 4:4 aufholen, bevor Luis dann doch den Satz mit 6:4 für sich entschied. Im Matchtiebreak geriet er schnell in einen Rückstand, den er leider nicht mehr aufholen konnte, und unterlag am Ende mit 6:10.

Dennoch war eine sehr gute Ausgansglage für die Doppel geschaffen, da wir nur noch einen Sieg benötigten. Also stellten wir Peter und Andi ins Einser-, Benni und Daniel ins Zweier- und Luis und Hendrik ins Dreier-Doppel, um besonders ein starkes Einser- und Dreier-Doppel aufzustellen. Dummerweise hatten die Gegner genauso kalkuliert, sodass alle drei Doppel auf Messers Schneide standen. Unsere eigentlich starken Doppel gerieten schnell in arge Schwierigkeiten und verloren jeweils den ersten Durchgang, allerdings konnten Daniel und Benni den ersten Satz mit 6:0 überraschend deutlich für sich entscheiden. Als dann auch sie sich zu Beginn des Zweiten beim Stand von 1:2 und Breakball in einer kritischen Situation befanden, sah es auf einmal düster aus. Eine Niederlage hätte nicht nur im Kampf um den Aufstieg einen herben Rückschlag bedeutet, sondern wäre auch nach der deutlichen Führung nach den Einzeln für unsere Moral katastrophal gewesen. Zum Glück waren jedoch zahlreiche Unterstützer aus Eichenau gekommen, die durch ihre Anfeuerung Daniel und Benni durch die enge Phase trugen, sodass die beiden am Ende das Match gewannen. Der Sieg war damit perfekt und die beiden anderen Doppel etwas befreiter aufspielen konnten. Andi und Peter konnten den zweiten Satz noch gewinnen, unterlagen aber anschließend im Matchtiebreak. Luis und Hendrik konnten unglaublicherweise einen 3:6 1:5-Rückstand noch drehen und dabei drei Matchbälle abwehren.

Am Ende stand also ein recht souveräner, aber phasenweise auch kritischer 14:7-Sieg zu Buche. Dieser ist im Kampf um den Aufstieg enorm wichtig, auf unseren Lorbeeren ausruhen dürfen wir allerdings noch lange nicht. Nächsten Sonntag wartet mit Pfaffenhofen der nächste harte Brocken auf uns. Gespielt wird ab 9 Uhr, wie immer hoffen wir auf zahlreiche und lautstarke Unterstützer!

Spielbericht

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