Der Three-Pe(a)ter

Was „Pistol“ Pete Sampras im Laufe seiner illustren Karriere gleich bei mehreren Turnieren schaffte, gelang nun auch unserem Pete(r) beim Heimturnier. Am Sonntag gewann er im Finale gegen Christoph Ambrozy (FC Mintraching) sein 14. Match hintereinander und somit auch seinen dritten Titel bei den Eichenau Indoors. Dieser großartige Erfolg war nicht unbedingt vorhersehbar, da das Feld mit insgesamt sechs Spielern mit LK3 sehr hochkarätig besetzt war. Selbst die Nummer 20 der Zulassungsliste wies noch LK6 auf. Kein Hallenturnier der Herren 30 war bayernweit in der Tiefe besser besetzt.

Peter hatte mit seinen ersten drei Gegnern keinerlei Probleme, gab in sechs Sätzen insgesamt nur zehn Spiele ab und zog souverän ins Halbfinale ein. Dort machte ihm jedoch Michael Langer (TC Schwaben Augsburg) das Leben schwer. Peter siegte nach dem Verlust des ersten Satzes im Turnierverlauf aber noch mit 4:6 6:4 10:6. Im Finale traf er auf Christoph Ambrozy, der mit seinen Widersachern auf dem Platz weit weniger Probleme zu haben schien als mit seiner Anmeldung auf mybigpoint, die aber dann nach wiederholtem e-mail- und fernmündlichem Verkehr doch noch klappte. Der Mintrachinger, vor fünf Jahren noch in LK1 klassiert, schlug unter anderem Vorjahresfinalist Steffen Maucher im Viertelfinale, bevor er im Halbfinale ebenfalls im Match-Tiebreak gegen Tommy Vogt (TC Rot-Weiß Eschenried) mit 4:6 6:1 10:8 reüssierte.

Nach dem anstrengenden Halbfinale und dem kräftezehrenden 6:4 im ersten Satz des Endspiels gönnte sich Peter im zweiten Durchgang eine schöpferische Pause und ergab sich mit 0:6, nur um im anschließenden Match-Tiebreak wieder voll konzentriert zu Werke gehen und den Pott mit einem 10:7 schlussendlich „eintüten“ zu können.

Die übrigen Eichenauer „30er“-Teilnehmer rekrutierten sich vollends aus unserer Herren 40-Mannschaft. Sowohl Oli Wagner als auch Matthias Lübbert (unser Winter-Eichenauer) gewannen als Favoriten mit LK6 ihre Erstrundenbegegnungen gegen Kontrahenten mit LK7. In der zweiten Runde war jedoch Endstation, beide verloren gegen Spieler mit LK3, wobei vor allem Oli in seinem Match gegen Boris Reitenbach (TC Grün-Weiß Gräfelfing) beim 4:6 5:7 durchaus Widerstand zu leisten wusste. Ulf Henke gewann das Prestige-Duell gegen seinen ehemaligen Mannschaftskameraden Florian Lenhart (1. SC Gröbenzell) souverän mit 6:3 6:3, gab sich hier keine Blöße und fuhr den ersten LK6er-„Skalp“ der noch jungen Saison ein. Danach spielte Peter einfach zu schnell für Ulf und er unterlag diesem mit 0:6 2:6 deutlich. Als einzigen „Underperformer“ könnten spitze Zungen nun unseren Neuzugang  (ein Winter-und auch künftiger Sommereichenauer) Christian Oppitz ausmachen. Dies würde jedoch zu weit führen, so sei ihm als DTB-Nummer 17 bei den Herren 55 eine knappe 3:6 5:7-Niederlage gegen seinen 16 Jahre jüngeren Gegner Christian Totzauer (TC Wasserburg) durchaus nachzusehen, obwohl er bei 5:4 im zweiten Durchgang und 40:15 bei eigenem Aufschlag den Satzausgleich dicht vor Augen hatte.

Auch in der Nebenrunde wurde erstklassiges Tennis gezeigt. Hier gewann Maximilian Braun (LK6/TSV Neubeuern) im Finale gegen Maximilian Leubner (LK7/SV Lochhausen) mit 7:5 6:2. Herzlichen Glückwunsch an alle Sieger und Finalisten!

Nicht nur auf den Plätzen, sondern auch an anderer Stelle galt es eine Feuertaufe zu bestehen. Trotz der Mühsal und Anstrengungen seines Studiums führte Benni Classen das Turnier zum ersten Mal als Hauptverantwortlicher über die drei Tage, performte hier jedoch logistisch einwandfrei, regeltechnisch versiert und insgesamt selbstlos-souverän und empfahl sich so für weitere Aufgaben. Danke hierfür!

Aufgrund der Qualität des Feldes werden sich die Turnierverantwortlichen im nächsten Jahr um eine Höherstufung in S3 bemühen um die Eichenau Indoors weiter zu entwickeln und zu einem Fixpunkt auch im überregionalen Turnierkalender zu machen.