Vom Klassenerhalt zur Meisterschaft?

Wer hätte vor fünf Monaten gedacht, dass unsere Herrenmannschaft mit Gegnern mithalten könne, die Spieler mit LKs zwischen 1 und 5 aufbieten könnten? Wohl kaum jemand. Dennoch ist es den Herren in diesem Winter erstaunlich gut gelungen, das beste Beispiel zeigte sich am gestrigen Samstag.

Gegen den Tabellennachbarn aus Pfaffenhofen war klar: Ein Sieg reicht für den Klassenerhalt, bei einer Niederlage wird das aber extrem gefährlich. Dadurch, dass alle Teams eng beieinander liegen, zählt hier wirklich jeder einzelne Punkt. Besonders groß war die Ernüchterung dann, als sich herausstellte, dass die Gegner mit der bestmöglichen Aufstellung, den Nummern 1,2,3 und 4 der Meldeliste antraten. Das waren somit LK2 für Andi Maier, LK4 für Benny Classen und jeweils LK5 für Marcus Brede und Luis Kleinschnitz.

DIe Hoffnungen auf einen Sieg waren also nicht allzu groß, bevor Luis und Benny auf den Platz traten. Luis hat jedoch inzwischen eine Sicherheit auf dem Platz, jeden Gegner zu schlagen, die auch gestern von der guten Leistungsklasse seines Gegners nicht beeinträchtigt wurde. 6:2 und 6:2 hieß es nach knapp über einer Stunde, und Luis musste nicht einmal an die Grenzen seines Leistungsvermögens gehen. Diese Siege in der Winterrunde sind nicht nur wichtig für die Mannschaft, sondern könnten auch in der Jugendrangliste einen kleinen Sprung ermöglichen.

Enger sah die Sache schon bei Benny aus. Der Gegner, bereits im Vorjahr nur knapp an der LK2 gescheitert und mit Siegen gegen die LK1 ausgestattet, war definitiv klarer Favorit. Benny konnte jedoch den ersten Satz ausgeglichen gestalten, erkämpfte sich sogar leichte Vorteile und ein hervorragendes Aufschlagsspiel bei 5:4 sicherte sogar den ersten Satz. Im zweiten Durchgang wendete sich das Blatt, der Gegner setzte das ohnehin schon hohe Niveau noch eine Stufe herauf. Nachdem Benny bei 2:2 2 Breakchancen nicht nutzen konnte, musste er selber seinen Aufschlag und kurz darauf den Satz abgeben. Zu diesem Zeitpunkt sah es nicht besonders gut für den TCEler aus.

Was Benny dann aber im Match-Tiebreak auf den Platz zauberte, war absolutes Spitzentennis. Er dominierte wieder und gewann diese enorm wichtige Partie mit 10:7.

Andi und Marcus hatten so bereits deutlich weniger Druck vor ihren Einzeln. Gerade Andi hatte aber auch ein Horrorlos gezogen. Sein Gegner mit der LK2 war klar der beste Spieler aus Pfaffenhofen und Andi konnte nur im ersten Satz mithalten, den er aber mit einem ärgerlichen Break zu Beginn auch früh verlor. Nach dem 3:6 ging im zweiten Satz nach einem erneuten frühen Break nicht mehr viel.

Marcus musste gegen einen Linkshänder spielen, der ebenfalls schon hervorragende Siege errungen hatte. Der erste Satz ging komplett ohne Aufschlagverluste vonstatten, im Tiebreak sah es dann aber zunächst gut aus für unseren Spieler. Mit 4:2 für Marcus wurden die Seiten gewechselt. Leider gewann Marcus danach keinen weiteren Punkt mehr und die Mannschaft stellte sich bereits auf ein Unentschieden nach den Einzeln ein. Marcus hingegen überraschte mit der überragenden Leistung ab diesem Moment wieder einmal seinen Gegner und die Zuschauer. 6:3 im zweiten Satz und auch der Match-Tiebreak wurde auf hohem Niveau ausgetragen. Bei 8:8 kam es dann zum entscheidenden Punkt: Starker Aufschlag des Gegners, aber ein noch besserer Return genau ins Eck von Marcus. Der Punkt entschied die Partie, und wir konnten so mit einem Doppel den nächsten Überraschungssieg perfekt machen.

Dafür kam wieder unser “Joker” Peter Brandersky ins Spiel. Im eingespielten Doppel mit Luis ließ er selbst der Nummer 1 Pfaffenhofens überhaupt keine Chance, das 6:3 und 6:2 war eine Demonstration der Stärke und ein Beweis, dass auch beim TCE hervorragendes Doppel gespielt werden kann.

Jetzt kommt es tatsächlich noch zum Entscheidungsspiel um die Meisterschaft. Abhängig von den Ergebnissen am Wochenende könnte ein hoher Sieg am 13.03. gegen Dachau sogar zum Titel reichen – zumindest Platz 3 in dieser Spitzenliga ist absolut realistisch möglich. Eine Wahnsinnsleistung!

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