Wird das Wetter halten? Die 4. KommEnergie Juniors

Die Bilder der BMW Open im Schneetreiben vor einigen Jahren sind in der Tennisszene weithin bekannt. So weit wird es wohl an diesem Wochenende nicht kommen – auf einen Kälteschock werden wir uns aber wohl einstellen müssen. Und damit ist wohl auch ein beherrschendes Thema der vierten Ausgabe der KommEnergie Juniors genannt.

Schließlich sind auch in diesem Jahr wieder viele Spielerinnen und Spieler zu versorgen – insgesamt 166 verteilen sich auf die 9 Konkurrenzen. Wie immer sind dabei besonders die männlichen Felder stark besetzt – so haben sich bei der U14 gleich 38 Teilnehmer angemeldet. Die Favoriten sind schwer auszumachen. Topgesetzt sind Moritz Kudernatsch und Noel Mietusch, die allerdings beide auch in letzter Zeit mit körperlichen Problemen kämpfen mussten. Zudem sind mit Samuel Braun und Max Pade, der im vergangenen Jahr bei den U12 gewann, auch einige jahrgangsjüngere Spieler mit von der Partie und machen sich Hoffnungen.

Ebenso spannend könnte die Konkurrenz der U16 Jungs werden. Hier ist Erik Schießl die klare Nummer 1, allerdings ist die Nummer 2 des Turniers eine große Unbekannte für das bayerische Terrain. Stephan Iserath kommt aus Nordrhein-Westphalen. Seine Schnittstellen mit dem BTV sind gering – bei der deutschen Hallenmeisterschaft im Winter unterlag er jedoch gegen die Nummer 1 Bayerns, Yannik Kelm, jedoch nur mit 5:7 im dritten Satz. Gespannt sind wir auch auf den Auftritt von Lieven Mietusch. Der elfjährige hat gerade ein internationales Turnier in Spanien gewonnen und wird sich als Nummer 1 nun mit den deutlich älteren Gegnern bei uns messen.

Die größte Eichenauer Hoffnung auf ein erfolgreiches Abschneiden stellt wieder einmal Luis Kleinschnitz dar. Bei den U18 an Position 1 gesetzt, wird er sich aber starker Konkurrenz erwehren müssen. Insbesondere Thaddäus Daffner, der Luis gerade erst in der Vorwoche knapp geschlagen hat, wird mit einem guten Gefühl in das Turnier gehen. Raphael Kerndl und Lukas Artner komplettieren die Setzliste, das Feld hat aber auch noch einige weitere Kandidaten für den Finaltag zu bieten.

In der U12 ist besonders ein potentielles Duell in der unteren Hälfte interessant. Mit Thilo Behrmann und Lovis Bertermann stehen sich hier die beiden Finalisten der bayerischen Meisterschaft U11 auf direktem Konfrontationskurs gegenüber. Das Finale war bereits damals sehr umkämpft, vielleicht kommt es auch diese Woche dazu. Topgesetzt ist allerdings der Jahrgangsältere Marcelo Oetzel-Gimenez, der ebenfalls ein Wort um den Titel mitsprechen wird.

Bei den Mädchen freuen wir uns in der U16 Konkurrenz in besonderem Maße auf den Auftritt von Helene Schnack. Als Nummer 2 Deutschlands in der U12-Rangliste geht sie auch bei uns als Top-Favoritin ins Rennen. Mit Hanna Resch und Helene Sommer sind allerdings weitere Top-10-Spielerinnen in der Konkurrenz vertreten, und auch die 2004 geborene Alina Kupfer, also gewissermaßen die “Erfahrenste” unter den Gesetzten und bereits in der Vergangenheit in Eichenau aktiv, wird um ihren ersten Titel bei den KommEnergie Juniors mitkämpfen.

Eine weite Anreise haben einige der Gesetzten bei den U14 Mädchen. Mit Samanta Dornick aus Dresden und Nastasija Nesterovic aus Berlin kommen gleich zwei der vier Top-Spielerinnen aus anderen Bundesländern. Die Setzliste komplettieren dann Victoria Marten und Franziska Kreimerskothen, die die Münchner (und Umgebung) Fahnen hochhalten. Wie sich die “locals” schlagen, werden wir gespannt beobachten.

Die Gruppe, die aus Sachsen den Weg nach Eichenau gefunden hat, wird von Lavinia-Marie Nitzsche aus Dresden komplettiert, die die Nummer 2 bei den U12 Mädchen ist. Im insgesamt kleinsten ranglistenrelevanten Feld mit 10 Teilnehmerinnen wird insbesondere die jahrgangsältere Lea-Marie Hajcik ihr den Titel streitig machen wollen. Vor einer Woche gewann Lavinia das J-2 Turnier in Neunkirchen – wir werden sehen, ob sie ihre Form weiter fortsetzen kann.

Das Feld komplettieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der U10-Konkurrenzen – noch nicht relevant für die Rangliste, aber schon sehr aufschlussreich für die Ranglisten der Zukunft. Wir sind also wieder einmal sehr tief besetzt. Die spannende Frage aber bleibt: Hält das Wetter?