Der Punktspielsommer ’22 – viele Punkte, viele Spiele, viel Sommer

Es war der Sommer des Ausschlafens, des Siegebejubelns, und des Anzapfens – es war aber auch der Sommer des Logistikalptraums, der Reservistensuche und des Hitzeerwehrens. Vieles war ungewohnt in diesem ersten von der Pandemie unbeeinträchtigten Punktspielsommer seit 2019. So konnte beispielsweise das Zechen am Vorabend des Punktspiels um eine Stunde verlängert werden, da einheitlich der frühestmögliche Spielbeginn aller Erwachsenenmannschaften von 9 Uhr, wie bisher gebräuchlich, auf 10 Uhr verlegt wurde. Der Segen für alle Nachtschwärmer entpuppte sich allerdings als Fluch für Bayerns Sportwarte, gab es schließlich zahlreiche Kollisionen zwischen den Ansetzungen morgendlicher und nachmittags stattfindender Partien.

Gerätselt wurde auch über die Umstrukturierung des Ligensystems mitsamt gewöhnungsbedürftiger Liganamen, welches des Öfteren zu sehr unausgewogenen Ligakonstellationen führte. Entmutigen ließen sich unsere Mannschaftsspielerinnen und -spieler freilich nicht, schließlich war im Vorfeld der Saison fleißige Vorbereitung betrieben worden. Kaum eine Mannschaft war nicht vertreten gewesen im heiteren Trainingscamp an der kroatischen Küste im April. Und die dort spürbare Tennisbegeisterung hatte bereits davor im Verein um sich gegriffen. Genügend Medenspielerinnen und -spieler für stolze 31 Mannschaften, darunter 12 Jugendmannschaften, konnte der TCE dieses Jahr mobilisieren, das ist insbesondere im Hinblick auf ähnlich mitgliederstarke bayerische Vereine rekordverdächtig.

Und zudem hat der Verein gleichermaßen Qualität wie Quantität aufzuweisen. So konnten mit den Damen 50, den Juniorinnen 18 und den Mädchen 15 drei Mannschaften einen hervorragenden ersten Tabellenplatz erringen, einen ebenfalls sehr ansehnlichen zweiten Tabellenplatz erspielten sich die Damen 60, Herren 40 II und Midcourt U10.

Durchwachsen war die Bilanz in den sportlich ambitionierten Mannschaften, die in einer BTV-Liga antraten. Oben erwähnten Lichtblicken standen für viele Teams herausfordernde Saisons gegenüber, da vielerorts spielstarke Abgänge abzufedern waren. Den Herren I das Schicksal dieses Jahr jedoch hold und gestattete einen überraschend ungefährdeten Klassenerhalt. Gleichwohl machte sich der Kaderschwund in den Herren II und III durchaus bemerkbar, sodass auch so mancher ranghoher Vereinsfunktionär trotz Verletzungspause zwangsrekrutiert wurde, um die Aufstellung zu vervollständigen. Ähnliches Leid gab es bei den Herren 30 zu beklagen, hier konnten kurzfristige Ausfälle nicht adäquat aufgewogen werden, sodass am Ende der Abstieg zu Buche stand. Abgewendet worden konnte dieser von den Herren 40 I, die ebenfalls mit einem rundumerneuerten Kader aufwarteten – erst am letzten Spieltag konnte hier im nervenzerreißenden Fernduell der Klassenerhalt dingfest gemacht werden. Auch die Herren 75 konnten sich mit einem letztendlich rechnerisch gefahrlosen fünften Tabellenplatz in der Landesliga 1 behaupten. Ähnlich souverän wussten sich die Damen 40 I und die Damen 65 in der Landesliga I zu behaupten.

Nun gilt es lediglich, den tennisreichen Sommer gebührlich ausklingen zu lassen. Wie gerufen kommt da unser Sommerfest am 30. Juli. Wir freuen uns auf euch!