Eichenauer Erfolge beim SportScheck

Seit nunmehr drei Wochen können die Jugendlichen des TC Eichenau die Sommerferien genießen und die so gewonnene Zeit nutzen, um sich einerseits von der Schule und den ereignisreichen letzten Wochen erholen, andererseits aber um in der buchstäblich heißen Turnierphase noch eimal durchzustarten und sich LK- und Ranglistenpunkte zu sichern.

Eine gute Gelegenheit dazu boten die staubigen Sandplätze des TC Sport Scheck, welcher Anfang August das traditionsreiche Schülerturnier ausrichtet (dieses Jahr zum 61. Mal). In der U9-Konkurrenz wurde der TC Eichenau dabei vertreten durch Luca Herrmann: von den Clubmeisterschaften erfolgsverwöhnt, ging Luca mit einer Menge Selbstvertrauen in das Turnier und konnte das Auftaktmatch im Großen und Ganzen souverän mit 4:2 und 5:3 für sich entscheiden (in der U9-Konkurrenz werden die Sätze nicht bis 6, sondern nur bis 4 gespielt). Im Anschluss ging es gegen den Topgesetzten Julian Elsner aus Großhesselohe, davon ließ sich unser junger Linkshänder allerdings kein bisschen einschüchtern, fegte den Favoriten mit 4:0 und 4:2 regelrecht vom Platz und konnte so problemlos in das Halbfinale einziehen. Dort lief es zu Beginn auf einmal nicht mehr ganz so gut, nach einigen vermeidbaren Fehlern lag Luca im ersten Satz bereits mit 0:2 zurück. Dann konnte er sich aber steigern und den Satz noch drehen, auch den zweiten Durchgang entschied er für sich. Die Silbermedaille war Luca nun also sicher, doch das reichte ihm noch nicht: erneut ohne jegliches Anzeichen von Nervosität lieferte er im Finale eine hochklassige Leistung ab und ließ seinem Gegner nicht den Hauch einer Chance, am Ende zeigte der Score-O-Mat ein 4:0 4:0 an. Nun findet sich in Lucas Pokalsammlung also schon die erste Trophäe, die nicht von den Eichenauern JCM stammt. herzlichen Glückwunsch! Wir sind gespannt, ob er bei den Kreismeisterschaften seine Sammlung erneut ausbauen kann 😉

Auch in der U18-Kunkurrenz wurden die Eichenauer Fahnen hochgehalten, nämlich von der Nummer Eins der Herren und (in seinem Jahrgang) ganz Bayerns, Luis Kleinschnitz. In dem quantitativ schwach besetzten Feld war Luis an erste Stelle gesetzt und konnte in seinem Auftaktmatch seiner Favoritenrolle problemlos mit einem 6:1-6:1-Sieg gerecht werden, seine spielerische Überlegenheit gab ihm auch die Möglichkeit, den einen oder anderen Zauberschlag auszuprobieren. Schon deutlich mehr gefordert wurde Luis am folgenden Tag von seinem Gegner Peter Valentin (LK 6), der mit seinem schnellen Service die Auschlagsspiele dominierte und Luis außerdem mit seinem soliden Grundlinienspiel vor große Probleme stellte. So ging der erste Satz mit 4:6 verloren und auch im zweiten Durchgang sah es lange nicht nach einem Comeback Luis` aus, der bei weitem nicht das Maximum seiner spielerischen Fähigkeiten abrufen und des Öfteren nur knapp einen Verlust des eigenen Aufschlags abwenden konnte. Dabei kam er jedoch immer besser ins Match und konnte am Ende den zweiten Satz doch noch mit 6:4 für sich entscheiden und somit den Match-Tiebreak forcieren. In diesem war es Luis, der häufiger das Herz in die Hand nahm und für seinen Mut auch belohnt wurde, so stand er beim Stand von 9:7 bereits kurz vor dem Finaleinzug. Diese Matchbälle vergab er allerdings teils leichtfertig, teils unglücklich und so musste er noch einmal zittern, am Ende behielt er jedoch die besseren Nerven und gewann den Match-Tiebreak mit 12:10. Sein Finalgegner war in der Zwischenzeit auch schon ermittelt worden: wie zu erwarten war sah er sich nun dem an zweiter Position gesetzten Lokalmatador Leon Kah (LK1) gegenüber, der über ein sehr solides Grundlinienspiel gepaart mit einzigartiger Geschwindigkeit verfügte. So fand Luis auch lange nicht ins Match, schaffte es nicht, ein Konzept gegen seinen defensivstarken Kontrahenten zu entwickeln. Mit 6.2 ging der Satz auch dementsprechend glatt an den Gegner. Im zweiten Durchgang konnte sich Luis über seinen starken Kampeswillen ins Match beißen, sodass sich der Satz lange ausgeglichen gestaltete. Beim Stand von 5:5 gab Luis nach vergebenen Satzbällen im vorigen Spiel jedoch seinen Aufschlag ab, was wie eine Vorentscheidung anmutete. Dann riss beim Kontrahenten allerdings unerklärlicherweise der Faden und mit sehr leichten Fehlern gab er nicht nur das Spiel, sondern auch den folgenden Tiebreak ab. Erneut sollte also der Match-Tiebreak entscheiden. Die ersten Punkte waren umkämpft, bis Luis erneut von einer Reihe von absolut vermeidbaren Fehlern seines Gegenübers profitieren, sich entscheidend absetzen und schließlich den Sack zumachen konnte. Was Luis an das ganze Turnier über an Spielerischem vermissen ließ, konnte er durch seinen Kampfgeist mehr als wettmachen und durfte so absolut verdient einen weiteren Pokal seiner beachtlichen Sammlung hinzufügen. Wir gratulieren!